Niemand kann bestreiten, dass sich der deutsche Maschinen- und Anlagenbau aktuell in einer ernsten Krise befindet. Es reicht jedoch nicht, auf bessere Zeiten zu warten. Auch mit Kostensenkung zu reagieren, ist zu wenig. Maßnahmen und Handlungen sind angesagt. Welche werden nachfolgend dargestellt und um einen konkreten Maßnahmenplan ergänzt. Dabei geht es primär um:
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die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern,
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neue Wachstumspfade zu erschließen,
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Innovation und Digitalisierung voranzubringen,
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und den Standort Deutschland attraktiv zu halten.
Wenn all diese Handlungsfelder sinnvoll zusammenspielen, kann der Maschinenbau wieder in einen nachhaltigen Wachstumspfad zurückfinden. Deshalb werden in diesem Beitrag zentrale Maßnahmen und Handlungspläne, sowie fünf Hebel beschrieben, die heute schon viele Maschinenbauer in Deutschland nutzen (können), um aus der Krise zu kommen.
Stichpunkte zur Lage
- Der Branchenverband Verband Deutscher Maschinen‑ und Anlagenbau e.V. (VDMA) berichtet, dass weniger als ein Viertel der Unternehmen ihre Lage aktuell als „gut/ sehr gut“ einstufen. Gleichzeitig sieht über 60 % keine Verbesserung in den nächsten sechs Monaten.
- Auftragseingänge sinken stark: z. B. im September 2025 um 19 % im Vergleich zum Vorjahr.
- Produktion geht zurück: für 2024/25 werden Rückgänge von bis zu 8 % bzw. realer Produktionsminus prognostiziert.
- Standortfaktoren und Kosten: Die hohe Kosten- und Belastungslage für Unternehmen in Deutschland wird als Hemmnis genannt (Energiepreise, Bürokratie, Regulierung). Siehe hierzu: FR.de
- Es handelt sich nicht nur um eine kurzfristige Schwäche: Laut Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ist die Industriekrise „lang und tief“.
- Kurz: Die Branche steckt in einer echten Rezession, mit strukturellen Bremsen. Siehe hierzu: : FR.de
Warum ist die Krise so ausgeprägt (Ursachen) ?
Einige der wichtigsten Ursachen:
- Sinkende Nachfrage und Investitionen: Da viele Maschinenbauer Investitionsgüter herstellen, leiden sie stark unter sinkenden Investitionen bei ihren Kunden – z. B. Automobil-, Bau- und Chemieindustrie.
- Export- und Wettbewerbsdruck: Deutschland ist stark exportorientiert. Wenn Auslandsmärkte schwächeln oder Wettbewerber günstiger/dynamischer sind (z. B. China), wirkt sich das direkt aus.
- Standortkosten und Regulatorik: Firmen klagen über hohe Energie-, Lohn- und Regulierungskosten, die Deutschland im globalen Vergleich weniger attraktiv machen.
- Technologischer Wandel & Transformation: Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle („Industrie 4.0“), klimaneutrale Produktion – all das verlangt Investitionen und Wandel, was kurzfristig Kosten erzeugt und Risiko bedeutet.
- Investitionszyklen und Vorlaufzeiten: Maschinenbau-Aufträge haben oft lange Liefer- und Vorlaufzeiten. Wenn jetzt wenig bestellt wird, schlägt das erst mit Verzögerung durch.
Wie kann der deutsche Maschinenbau wieder stabilisiert bzw. gestärkt werden (Handlungsfelder) ?
Damit die Branche aus der Krise kommt, braucht es mehrere gleichzeitig wirksame Strategien:
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